Großübung in Blaibach Ein besonderes Übungsobjekt hatten Führungskräfte der FF
Blaibach für die Gemeinschaftsübung der Feuerwehren des KBM-Bereiches Miltach
am 24. September ausgewählt. Angenommen wurde ein Gasaustritt beim Betanken
eines Gastanklastwagens bei der Firma KS-Gas im Gewerbegebiet Kreuzbach. Um 19.30 Uhr wurden dazu die Feuerwehren Blaibach, Miltach,
Oberndorf, Eismannsberg, Atrandsberg, Harrling, Zandt, Staning, Chamerau,
Lederdorn, Bärndorf, Weißenregen, Kötzting und die Feuerwehr Ruhmannsdorf aus dem
Nachbarlandkreis Regen von der Feuerwehreinsatzzentrale Kötzting alarmiert. Vom Kommandanten der FF Blaibach erfolgte dann die weitere
Einweisung der Feuerwehren, wobei der Hauptaugenmerk auf die mögliche
Explosionsgefahr durch das ausgetretene Gas lag. So wurden die Einsatzfahrzeuge
der FF Blaibach auf der Staatsstraße 2140 ca. 100 Meter vom Einsatzobjekt
entfernt abgestellt. Während sich ein Trupp unter Atemschutz mit
Hitzeschutzanzügen auf den Weg machte, einen Verletzten aus dem Gefahrenbereich
des Tankwagens zu retten, wurden die Straßen um das Einsatzgebiet gesperrt und
der Verkehr weitläufig umgeleitet. Die FF Bärndorf errichtete eine Wasserentnahme aus dem
Kreuzbach zur Einspeisung in die Sprühwasseranlage über dem Abfüllplatz des
Tankwagens. Unterdessen wurden von den nachrückenden Wehren insgesamt 6
B-Leitungen vom Regen zum Kreuzungsbereich der Staatstraße und damit bis zum
festgelegten Gefahrenbereich erstellt. Von hier wurde die Wasserversorgung zu
den drei Wasserwerfern, welche westlich des Übungsgrundstückes in Stellung
gebracht wurden, von Atemschutzgeräteträgern unter Hitzeschutz vorgenommen. Bei der Übung wurde als besondere Problematik das Fehlen
einer größeren Anzahl von Hitzeschutzanzügen erkannt, da nur vier Vollanzüge
und einige Hitzeschutz-Ponchos vorhanden waren, weshalb für die vielfältigen
Aufgaben im Gefahrenbereich zu wenig Personal zur Verfügung stand. Zusätzlich
konnten die Feuerwehrkameraden wegen der Dunkelheit und den goldbedampften
Schutzgläsern dieser Anzüge die Umgebung nur sehr schwer wahrnehmen, was
ebenfalls zu Zeitverzögerungen führte. So wurden die Problempunkte auch von den Führungskräften der
Feuerwehren (KBR Johann Weber, KBI Michael Stahl, KBM Andreas Bergbauer und dem
Kommandanten Hans Seiderer) bei der Abschlussbesprechung genau angesprochen. Man war
sich einig, dass diese Übung dazu beitragen kann und muss, die festgestellten
Schwierigkeiten gezielt zu hinterfragen und Wege für die Beseitigung zu suchen.
Die Erkenntnisse müssen dann in einen neu zu erstellenden Einsatzplan
einfließen, welcher dann in einer nochmaligen Übung auf die praktikable
Umsetzung überprüft werden muss. Der Bürgermeister der Gemeinde Blaibach Ludwig Baumgartner,
zeigte sich beeindruckt von der großen Zahl von Feuerwehrkräften, welche an
dieser Übung teilnahmen und dankte diesen für ihre Arbeit. (Bericht und Bilder von Fabian Fischer, Webmaster Webseite der Inspektion Kötzting)




Aus diesen Gründen konnten die notwendigen Schutzmaßnahmen, z.B. das Schließen von
Gasventilen, die Beseitigung bzw. Abschaltung von Zündquellen, die Kühlung der
offenen Gastanks und das Verschließen von Kanaleinläufen erst nach und nach in
Angriff genommen werden, was bei einem tatsächlichen Einsatz in Hinblick auf
das Gefahrenpotentzonal völlig unakzeptabel wäre.